Rezensionen zu "Was Ich noch loswerden wollte"
Matthias Berghöfer, 16.Oktober (http://auswaertssieg.schalkewelt.info)
“Kurzgeschichten von, mit und über die Blauen und Fußball sowieso“ lautet der Untertitel dieses neuesten Coups von Stefan Barta, der erst vor kurzem ein tolles Buch über Fußballplakate herausbrachte, und hiermit nun sein drittes Schalke Buch“ vorlegt.
Schön kommts daher, mit Stefan selbst live auffem schönen Cover, in einem schönen Trikot, um das ich ihn beneide, und das ganze in wunderschönem Blau. Und weils bei Büchern eher auf den Inhalt ankommt, wird hier gleich auch mal verraten, dass sich die 146 Seiten innendrin auch schön lesen lassen.
Na gut, über das Vorwort, in dem man erfährt, dass die hier versammelten Kurzgeschichten nicht nur von Stefan Barta stammen sondern acht-plus-eins weitere der 1000 Freunde mit taten, muss ich noch ein bisschen grummeln, weil man mir als einem der Mitstreiter da anstelle von Auswärtssieg!“ irgendeine Klamottenwebsite zuschreibt, aber dann gehts schon los. 130 Seiten voller Erzählungen rund ums runde Leder, und dann noch 8 ebenfalls lesenswerte Seiten, in denen die Autoren kurz vorgestellt werden. Neben Barta sind das Katharina Strohmeyer, Melina Hahn, Susanne Hein-Reipen, Hermann Henkel, Kai Wisznewski, Rainer Aschmoneit, Volkhard Haupt, Sascha Theisen und meinereiner. Sascha Theisen?“ werdet ihr sagen, und ja, offiziell ist der Torwort-Macher kein Schalker, aber wenn man seine hervorragende Geschichte von einem Nachmittag unter Königsblauen in einer Hammer Kneipe gelesen hat, dann kann eigentlich nicht mehr viel fehlen, bis er bekehrt wird.
28 Kurzgeschichten sind es insgesamt, 19 davon von Barta, und nur zwei haben gar nichts mit Schalke zu tun, ein oder zwei weitere nur ein bisschen, aber alle anderen ganz viel und manchmal strömt das Königsblau förmlich noch aus dem letzten Satzzeichen (von denen es auch hier wieder einige sehr kreativ gesetzte gibt - aber Schalker dürfen das! ;-).
Man liest von Stefans Sammelleidenschaft, den ordentlich sortierten und abgehefteten Eintrittskarten und Programmheften, von königsblauer Wohnungsrenovierung, vom Einschleichen in die bombastische Raúl-Präsentation in der Arena, einem Treffen mit Catweazle“, einem Auswärtssieg in der Stretch-Limo und von Parkplatznöten an der Glückaufkampfbahn 1971 ebenso wie von dem Erlebnis, sich zum UEFACup-Finale nach Mailand aufzumachen, mit dem Fahrrad nach Gelsenkirchen zu strampeln oder in Berlin das Spiel zu verschlafen - und von noch vielem mehr.
Die Geschichten sind so bunt wie das Schalker Leben und machen einfach Spaß zu lesen. Das absolute Highlight für mich ist Kai Wiszenwskis Feuerfahrt“, ein großartig geschriebenes Abenteuer über eine einzigartige Episode, aus der man endlich mal erfährt, wieso einst, als der dritte Abstieg besiegelt wurde, das Spiel eigentlich zehn Minuten später beginnen musste. Allein diese Geschichte schon macht dieses Buch zu einem Pflichtkauf für Schalker.
Aber auch sonst gehört Stefan Bartas Was ich noch loswerden wollte“ in die Kategorie muss man haben“. Daumen hoch!
Rezensionen zu "Fußballplakate-Eine Zeitreise" (Stefan Barta)
Sascha Theisen, 10.Oktober (www.torwort.de)
Wenn heute Fußballspiele stattfinden sind sie meistens schon ausverkauft, bevor sie angepfiffen werden, Karten werden im Internet online geordert und es wird wohl nur noch eine Frage der Zeit sein bis man sie gleich noch downloaden kann. Das war nicht immer so. Als ich begann zu Fußballspielen zu gehen, besuchte ich mit meinem Vater die Westkampfbahn in Düren, um dort die Spiele der SG Düren 99 zu verfolgen. Wann die Heimspiele an der Westkampfbahn stattfanden, erfuhr man, indem man in die Innenstadt Dürens fuhr und in einen Glaskasten vor der Gaststätte Zum Stollenwerk“ schaute. In diesem Glaskasten hing nämlich immer Donnerstag vor dem Spiel ein Spielplakat auf dem Termin und Gegner angekündigt wurden. Dieses Spielplakat war meist aufwendig gesetzt und gestaltet, wahrscheinlich hatte ein Künstler tagelang daran gepinselt Photoshop oder Offset-Druck war damals genau so weit weg wie das Internet.
Es ist ein Jammer, dass es diese Spielplakate heute kaum noch gibt, denn sie sind einerseits Zeugen einer Zeit als Flutlichtspiele noch ein echtes Highlight waren, Fußballsponsoren vornehmlich lokale Alkoholika-Hersteller wie Prang KORN waren und Eintrittskarten in der Kneipe an der Ecke verkauft wurden. Auf der anderen Seite sind sie hochkarätige Werbegeschichte denn in den Jahren von 1960 bis 1980 waren sie Ausdruck von brillanter Kreativität und kompromissloser Ansprache einer Zielgruppe, die ausschließlich aus Männern bestand und auf die waren sie mit Haut und Haaren zugeschnitten.
Eine Zeitreise durch diese Epoche schenkt uns jetzt ein bemerkenswertes Buch des alten und hemmungslosen Fußballkultur-Haudegens Stefan Barta aus Hamm. Barta hat seine eigene mit Geld nicht aufzuwiegende Sammlung abfotografiert und in einem einzigartigen Bildband zusammengefasst. Herausgekommen ist eines der schönsten Fußballbücher der letzten Jahre. Fußballplakate eine Zeitreise“, erschienen im jungen und am Puls des Fußballs lebenden Fußball-Verlages Ecke-Tor“, nimmt uns mit in die wunderbare, leider längst vergangene Welt des Fußballs. Es nimmt uns mit in eine Zeit in der Alemannia Aachen in der Kampfbahn Glückauf äußerst unglücklich 1:2 verlor illustriert durch das Original-Spielplakat. Wir erfahren, dass beim Vorspiel die Reserve kickte und dass es die Karten im Vorverkauf im Vereinsheim Tibulsky oder in der Gaststätte Bernie Klodt gab. Phantastische Lektüre für Fußball-Ästheten, die die Details der alten Zeit lieben.
In Bartas wunderbarem Buch sehen wir Plakate des Hamburger Clubs Altona 93 auf denen uns die Firma Dr. Hillers Pfefferminz“ herzerfrischend und eindringlich ihren Slogan Frisch sein Fit bleiben“ entgegen ruft und damit dem Gegner VfL Herzlake gleich mal das Tempo für die nächsten 90 Minuten auf der Adolf-Jäger-Kampfbahn vorweg nimmt. Wir sehen ein Plakat aus Bochum, das den 1. FC Kaiserslautern mit dem Sponsorenspruch Vest Pils Kostbares entdecken. Edles genießen“ ankündigt. Wir sehen das historisch beachtliche Spielplakat, auf dem das große Spiel zur Einweihung des Flutlichts im Hannoveraner Niedersachsen-Stadion beworben wird damals am 15. Dezember 1965 als eine Niedersachsenauswahl gegen Rumänien unter den so seltenen Lichtverhältnissen kickte. Wir sehen das Commodore-Plakat zu Dieter Hoeneß Abschiedsspiel gegen den FC Liverpool, erfahren, dass der große FC Bayern 1981 noch von Mustang Jeans gesponsert wurde und wie die Plakate in Herne zu den alten Tagen des legendären Sponsors Goldbach aussahen (Kenner fahren Goldin“).
Stefan Barta, einer DER Botschafter der gepflegten Fußball-Romantik, hat mit seinem Buch etwas Einzigartiges geschaffen, etwas, das es im manchmal überfüllten Fußballbücher-Regal der Buchhandlungen hierzulande noch nicht gibt ein großer Wurf und ein wunderschönes Buch mit grandiosen Bildern! Einziger Wehrmutstropfen: Eines der Plakate von der Westkampfbahn zu Düren fehlt aber das wäre wahrscheinlich auch zu viel verlangt, denn möglicherweise hängt es immer noch im Glaskasten vor der Gaststätte Zum Stollenwerk“
Matthias Berghöfer, 6.Oktober (http://auswaertssieg.schalkewelt.info)
Ganz öffentlich hingen sie in den Straßen, für jedermann sichtbar, aber irgendwie waren es doch auch Geheimbotschaften, Nachrichten an die, die vom Fieber des Fußballs erfasst waren, die bei ihrem Anblick stehen blieben und plötzlich mit Energie erfüllt wurden. Sie weckten beim “Gefesselten” gleichermaßen Vorfreude auf Kommendes und Erinnerung an Vergangenes, und während andere achtlos vorüber zogen, entzündeten sie mit ihrem Funken in diesen Fußballfans wieder das Feuer. Spielplakate - die “Helden” des neuen Buches von Stefan Barta.
Bisher wartete der Autor mit Büchern über seine Erlebnisse mit Schalke und dem großartigen “Mein Parkstadion” auf, diesmal also überrascht er mit einem großformatigen Hochglanzbuch, das sich nicht nur königsblau, sondern richtig bunt präsentiert.
“Seit über 100 Jahren wird in Deutschland Fußball gespielt, seit annähernd 50 Jahren Profifußball. Plakate zur Ankündigung von Spielen sind dabei so alt wie das Spiel selber.
Eintrittsgelder der Zuschauer waren Jahrzehnte lang die größte Einnahmequelle der Vereine und das Plakat dazu ein unverzichtbares Werbemittel. Als wichtige Schnittstelle zwischen Verein und Zuschauer, hingen noch bis in die 70er und 80er Jahre, diese meist wunderschön gestalteten Zeitzeugen, an Litfasssäulen und Plakatwänden. Sie sind uns als einzigartige Informanten in Erinnerung. Ein Kommunikationsmittel, dass erst in den letzten Jahren rasant an Bedeutung verloren hat.
In diesem Buch sollen sie wieder lebendig werden, die Spiele und die alte Zeit“ des Fußballs, als das Spielankündigungsplakat noch das wichtigste Bindeglied zwischen den Vereinen und den Fans war. Anhand der wohl größten privaten Sammlung von Fußballplakaten von Stefan Barta und Leihgaben unschätzbaren Wertes vieler Vereine , die uns träumen lassenDiese Erläuterungen bestehen häufig nur aus den grundlegendsten Fakten zum betreffenden Spiel, also den Mannschaftsaufstellungen, Torschützen und so weiter, manchmal aber findet man auch eine kleine Abhandlung über den betreffenden Verein (zB 1.FC Magdeburg, Lok Leipzig oder inzwischen unterklassige Hamburger Traditionsvereine) oder über Flutlichtpremieren. Diese Texte sind dann auch wirklich interessant und gerne hätte man sich mehr davon gewünscht.
Highlight aber, und eigentlicher Gegenstand dieses Buches, sind natürlich die Plakate selbst. Ganzseitig sind sie dargestellt, brillant reproduziert, in hervorragenden Farben und ebensolcher Qualität. Manche sind derart makellos, dass man sich fragt, wie das bei so alten Papierdokumenten sein kann - immerhin geht es häufig um Spielplakate aus den Sechzigern und Siebzigern. Kein Knick, kein Stäubchen, das ist die Regel bei den Exponaten, die Barta in seiner eigenen Sammlung entdeckte, aber auch bei anderen Spielplakat-Enthusiasten oder eben bei den Vereinen selbst. So findet man das Plakat zum legendären 5:0 des BVB über Benfica Lissabon, das zum Abschiedsspiel von Hoeneß zwischen den Bayern und dem FC Liverpool, aber auch Westfalia Herne (mit dem heutigen Schalker Torwarttrainer Matuschak im Kasten und dem ehemaligen S04 Mannschaftsarzt Brexendorf davor) gegen St.Pauli Ende der Siebziger, Schalke - Alemannia in der Glückaufkampfbahn, Plakate aus Essen, Berlin, Kaiserslautern, Homburg, Duisburg, Mönchengladbach, Offenbach und und und sind vertreten
Am Ende hat man vieles gesehen und hätte doch gerne noch mehr. Mehr Text, das auch, aber gerne auch noch mehr Plakate, denn die sind wirklich sehenswert und sicherlich gibt es in den zugrunde liegenden Sammlungen noch viele, viele mehr, die man hätte zeigen können - doch solche Bücher, großformatig, fest gebunden, durchgehend farbig und mit hochwertiger Abbildungsqualität sind nicht billig und müssen, um überhaupt erschwinglich bleiben zu können, beim Umfang eben Abstriche machen.
“Fußballplakate - Eine Zeitreise” ist ein bemerkenswertes, engagiertes Buchprojekt und das Ergebnis hab ich mir mit Vergnügen angesehen Auch wenn ich neben den wunderbaren Plakaten, von denen viele auch handwerklich oder künstlerisch interessant sind, gerne noch ein bisschen mehr aus der Zeit und den damaligen Umständen gelesen hätte, hat mir dieses Buch gut gefallen und hier und da Erinnerungen geweckt an damals, als man seine Eintrittskarten nicht schon vor der Saison besorgte, sondern beim Wandern durch die Stadt von diesen Leuchtfeuern angehalten und daran erinnert wurde, dass man unbedingt noch beim Tabakladen von Ernst Kuzorra, bei Kalli Feldkamp oder sonst einer Vorverkaufsstelle vorbei musste, um das nicht zu verpassen, wovon die Plakate so verlockend kündeten: das Abenteuer Fußball. und mitnehmen auf eine wunderbare Zeitreise, in die Vergangenheit des Fußballs.”, das liest man im “Klappentext”, findet auf den ersten Seiten des Buches eine Einführung ins Thema und dann auf etwas über 70 Doppelseiten jeweils rechts ein Spielplakat und links eine kleine Erläuterung dazu.
Rezensionen zu "Für immer Blau-Weiss, Mein Leben als Schalker" (Stefan Barta)
Reviersport, Nr. 46, 18.11.2007
Bartas Welt: "Ist das noch mein Fußball?" Nach Olivier KruschinGanz öffentlich hingen sie in den Straßen, für jedermann sichtbar, aber irgendwie waren es doch auch Geheimbotschaften, Nachrichten an die, die vom Fieber des Fußballs erfasst waren, die bei ihrem Anblick stehen blieben und plötzlich mit Energie erfüllt wurden. Sie weckten beim “Gefesselten” gleichermaßen Vorfreude auf Kommendes und Erinnerung an Vergangenes, und während andere achtlos vorüber zogen, entzündeten sie mit ihrem Funken in diesen Fußballfans wieder das Feuer. Spielplakate - die “Helden” des neuen Buches von Stefan Barta.
Bisher wartete der Autor mit Büchern über seine Erlebnisse mit Schalke und dem großartigen “Mein Parkstadion” auf, diesmal also überrascht er mit einem großformatigen Hochglanzbuch, das sich nicht nur königsblau, sondern richtig bunt präsentiert.
“Seit über 100 Jahren wird in Deutschland Fußball gespielt, seit annähernd 50 Jahren Profifußball. Plakate zur Ankündigung von Spielen sind dabei so alt wie das Spiel selber.
Eintrittsgelder der Zuschauer waren Jahrzehnte lang die größte Einnahmequelle der Vereine und das Plakat dazu ein unverzichtbares Werbemittel. Als wichtige Schnittstelle zwischen Verein und Zuschauer, hingen noch bis in die 70er und 80er Jahre, diese meist wunderschön gestalteten Zeitzeugen, an Litfasssäulen und Plakatwänden. Sie sind uns als einzigartige Informanten in Erinnerung. Ein Kommunikationsmittel, dass erst in den letzten Jahren rasant an Bedeutung verloren hat.
In diesem Buch sollen sie wieder lebendig werden, die Spiele und die alte Zeit“ des Fußballs, als das Spielankündigungsplakat noch das wichtigste Bindeglied zwischen den Vereinen und den Fans war. Anhand der wohl größten privaten Sammlung von Fußballplakaten von Stefan Barta und Leihgaben unschätzbaren Wertes vieler Vereine , die uns träumen lassen und mitnehmen auf eine wunderbare Zeitreise, in die Vergangenheit des Fußballs.”, das liest man im “Klappentext”, findet auf den ersten Seiten des Buches eine Einführung ins Thema und dann auf etwas über 70 Doppelseiten jeweils rechts ein Spielplakat und links eine kleine Erläuterung dazu.ski und Bodo Berg beschreibt jetzt auch Stefan Barta sein Leben als Schalker. Der gebürtige Dortmunder spricht in seiner sehr persönlichen Hommage vor allem denjenigen Anhängern der Königsblauen aus dem Herzen, deren Gefühle sich hauptsächlich auf dem "über drei Jahrzehnte grottenschlechten oder zweitklassigen Fußball" der Parkstadionzeit gründen. Es ist die Zeit der Sammelalben, der dicken Ringbuchordner voller Zeitungsschnipsel, die die heute Enddreißiger bis Mittvierziger in ihrer Kindheit hegten und pflegten und noch heute im Keller ihrer Reihenhäuser aufbewahren. Eine fast ausgestorbene Rasse, die dem Fan der Zukunft wie ein Relikt einer längst vergangenen Kultur vorkommen muss .... Seine Berichte von den UEFA-Cup-Spielen von Mailand bis Sevilla sind herrlich authentisch. "Für immer Blau-Weiß" ist daher ein Buch über eine Zeit im Fußball, als man ein nach dem UEFA Cup-Sieg im San Siro aus dem Graben gezogenes Originaltrikot von Martin Max eben nicht bei ebay verkaufte. Auch nicht für angebotene 7000 DM.
Westfälischer Anzeiger, 23.11.2007
Fußball - das ist die große Leidenschaft von Stefan Barta. Vor allem, wenn es um den FC Schalke 04 geht. Der Gelsenkirchener Traditionsverein hat das Leben des 44-Jährigen begleitet, seit er sich erinnern kann... Die Welt der Kicker vermischt sich in einer Reihe von amüsant erzählten Kurzgeschichten mit Ereignissen im Leben des Autors ... 2005 schrieb er über seine abenteuerliche Zugfahrt zum UEFA-Pokalspiel im ukrainischen Donezk - mit deutlichem Hang zur Selbstironie, weil er die Organisation der Reise völlig unterschätzt hatte. Bartas Erörterung von Transportproblemen des für die Fahrtdauer (44 Stunden) kalkulierten Bierbedarfs über wodkahaltige Verbrüderungen mit Grenzern bis zum weniger spannenden Unentschieden (1:1) kamen so gut an, dass viele Bekannte ihn drängten, weiterzuschreiben. Also setzte er sich abends an den Computer und schrieb sein "Leben als Schalker" auf.... Bartas Erstling ist zwar auch eine Autobiographie, aber noch viel mehr: Das Buch beschreibt Sportgeschichte, es ist hier spannend wie ein Krimi und dort unterhaltsam wie Kabarett.
Martin Krause
"Für immer Blau-Weiß" schildert auf vergnügliche Weise das Leben eines Schalkefans. Der Autor Stefan Barta liebt, leidet und lebt seit seiner Kindheit mit dem Kultverein aus dem Ruhrgebiet. Er beschreibt realistisch und auch für diejenigen nachvollziehbar, die noch nie in ihrem Leben schon einmal bei einem Fussballspiel waren, seine Erlebnisse bei unzähligen Spielbesuchen, von großen Erfolgen und mindestens ebensolchen Niederlagen. Dabei verbindet er die Entwicklung seines Lieblingsvereins geschickt und unterhaltsam mit der Entwicklung seines eigenen Lebens. Und bei aller Subjektivität tut Barta das immer mit einer gehörigen Portion Augenzwinkern, die das Buch zu einem echten Erlebnis werden lassen.
Für immer Blau-Weiß ist ein absoluter Lesespass, und das nicht nur für Schalkefans. "
Rezensionen zu "Mein Parkstadion"(Stefan Barta)
Ben Redeling (Autor "Dem Fußball sein Zuhause", Halbzeitpause", "Ein Tor würde dem Spiel gut tun" ...)
"Wenn einem beim Vorwort schon die Tränen kommen,dann hat man als Autor alles richtig gemacht. Und wenn es Leute wie den Barta nicht gäbe, müsste man sie erfinden. Und das sage ich als Bochumer! Großartiges Buch!"
WAZ, 23. September 2009
Das 167 Seiten starke Buch ist gespickt mit Fotos rund um das Stadion. Aber nicht nur die "Betonschüssel" selber ist auf den Bildern zu sehen, sondern (und vor allem) Andenken an die knapp 30 Jahre, in denen im Berger Feld bis 2001 gekickt wurde, bevor die Veltins Arena ihre Pforten öffnete. Da sind Autogrammkarten, Trikots, Wimpel, Eintrittskarten, Kutten, die Trommel von Catweazle, Bommelmützen, selbstgebastelte Halsketten, selbstgestrickte Schals, Plakate, die wichtige Spiele ankündigten und und und. Einen nostalgischen Fanartikel-Katalog hat Stefan Barta da geschaffen. Aber "Mein Parkstadion" ist nicht nur zum Gucken. Viele Informationen die der gebürtige Lüdenscheider niedergeschrieben hat, zeugen von der akribischen Arbeit eines echten Insiders.
Melina Hahn (Autorin "Voller Leidenschaft")
"Besser als meine Überschrift kann ich nicht ausdrücken, was man so denkt, wenn man auf der letzten Seite dieses Buches angekommen ist. Ich, die 1989 ins Rhein-Main-Gebiet entschwinden musste und davor noch viel zu jung und danach viel zu weit weg war von meiner Heimat, habe mit diesem Buch noch einmal den Rundgang machen dürfen, durch die Zeit eines Stadions, dass für all die turbulenten, erfolgreichen und leider auch nicht so großartigen Jahre meiner Knappen nicht besser stehen konnte.
Viele kleine Feinheiten gibt es zu entdecken, fast wie in einem Wimmelbild, nach jedem Durchblättern findet man etwas Neues.
Das Buch von Barta ist das Einzige, dass in meinem Regal hochkant stehen darf. Und zu was? Vollkommen zu recht.
Und wenn man dann so im Vorhof der Arena steht, dann wird man immer mal wieder rüber blicken, zu den letzten zwei Flutlichtmasten und seufzen. Dank diesem Buch kann ich dann wenigstens etwas nachfühlen, wie es so war, damals, als in der Kurve im Herbst der Bierbecher dank Regen von alleine wieder voll wurde... "
Matthias Berghöfer (www.Auswärtssieg.de)
"Endlich also gibt es ein Buch über das Schalker Parkstadion, von dem inzwischen nur noch der Platz, die Gegengerade, zwei begrünte Kurven und jede Menge Schutt übrig sind. Dabei ist es kein typisches Stadionbuch. Man findet also keine Architekturaufrisse, nur die minimalsten Fakten zu Kosten oder Bauzeiten und auch nur ein einziges Foto vom Modell (mit dem verworfenen Zeltdach, wie es im Münchener Olympiastadion wirklich gebaut wurde). Stattdessen erzählt Barta davon, wie es einem zwischen 1973 und 2001 auf Schalke als Fan erging, was man anzog, wo man parkte, wie man hinkam, womit Gästefans rechnen mussten, wie kalt es war, welches Bier man trank, welche Fanartikel es gab, welche "Urgesteine" man in der Kurve traf, und vieles mehr.
Die 168 Seiten verteilen sich über 30 Kapitel, die reich bebildert sind und in denen diese Fotos genauso wichtig sind wie die Texte, manchmal sogar außergewöhnlich. Man findet Abbildungen von Eintrittskarten aus allen Jahren, von Sonderbriefmarken, Stadionheften, Fanzines, Postkarten, Trikots, Spielplakaten, Bierdeckeln, Wimpeln und Fotos von Spielszenen, Popkonzerten, voll besetzten Tribünen, dazu Luftaufnahmen vom Berger Feld oder Detailaufnahmen von Treppenstufen und Flutlichtmasten, und noch viel mehr - und alles ist irgendwie schön. Manchmal merkt man es eben leider erst, wenns nicht mehr existiert...
Legendäre Spiele werden gesondert betrachtet, das 6:6 gegen die Bayern natürlich, die Eurofighter-Spiele, und das alles entscheidende Duell gegen Blau-Weiß Berlin. Man findet auch Kapitel über Präsidenten, Trainer und Spieler, aber die wahren Schätze in diesem Buch sind doch die eher "kleinen" Geschichten, die mit viel Akribie gesammelt und mit Abbildungen und Zitaten anderer Fans passend ergänzt wurden.
Etwas schade ist, dass man nichts findet über die Innenräume der Tribüne, keine Kapitel, keine Fotos - aber genau besehen passt das zum Titel des Buches: "Mein Parkstadion". Und vielleicht war Stefan Barta ja genausowenig wie ich jemals im Palisanderraum... Hier und da stolpert man über abenteuerliche Rechtschreibregel-Auslegung oder Kommasetzungen, aber darüber hinweg trösten doch immer wieder die überall locker eingestreuten Fotos und Abbildungen, in denen man regelrecht versinken und ins Träumen geraten kann.
"Mein Parkstadion" ist ein mit viel Liebe gemachtes, wunderschönes Buch, das in jedes Schalker Bücherregal gehört (in dem anderer Fussballfreunde wäre es auch nicht deplatziert), und das man, anders als viele anderen Bücher, über die Jahre hinweg immer wieder mal herausziehen wird, um sich für ein Stündchen lächelnd auf eine Zeitreise in die eigene Vergangenheit zu begeben. Wunderbar! "